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Mercedes A-Klasse E-Cell im Fahrbericht


Dank der Kraft der zwei Akkus soll die A-Klasse E-Cell 255 Kilometer Reichweite schaffen. Fahrbericht

Eckdaten PS-KW: 95 PS (70 kW) Antrieb: Vorderrad, Konstant-Übersetzung 0-100 km/h: 14.00 Sekunden Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h Preis: k. A. Der Nachfolger der Mercedes A-Klasse steht bereits in den Startlöchern. Doch ehe die dritte Generation, die mit der derzeitigen Form bricht und auf ein konventionelles Karosserielayout setzt, 2012 auf die Straßen kommt, werden Anfang nächsten Jahres die ersten Exemplare der A-Klasse E-Cell ausgeliefert. MERCEDES BENZ 500 Stück des Elektro-Autos, das gemeinsam mit den Verbrenner-Versionen in Rastatt vom Band läuft, werden die Stuttgarter an ausgewählte Kunden zu einer Monatsrate von 1.071 Euro vermieten (inkl. Full-Service).

Und hier macht sich das Konzept der Sandwich-Bauweise bezahlt. Die beiden Akkus sind platzsparend im Fahrzeugboden installiert, Fahrgast- und Gepäckraum bleiben – anders als bei den meisten Elektroautos – vollständig erhalten. Dabei kommt das gleiche Akkupaket wie im Smart Fortwo electric drive zum Einsatz. Die Batterietechnik wird vom amerikanischen Elektroauto-Pionier Tesla geliefert. Allerdings erlauben es die großzügigeren Platzverhältnisse in der A-Klasse, dass hier zwei Batterien verbaut werden können. Somit beträgt die Kapazität insgesamt 36 kWh, was eine theoretische Reichweite von üppigen 255 km ergibt.

Zum Vergleich: Nissan verspricht für das Elektroauto Leaf160 km. „Der Fokus liegt bei der A-Klasse nicht auf Spitzenleistung, sondern auf einer größtmöglichen Reichweite“, gibt Jürgen Schenk, Leiter der Entwicklung Elektrofahrzeuge von Mercedes Benz und Smart, zu verstehen. Die Dauerleistung des permanenterregten Synchronmotors, der auch in der B-Klasse mit Brennstoffzelle arbeitet, beträgt 68 PS. Eine per Kickdown aktivierte Boost-Funktion mobilisiert – unter Berücksichtigung des aktuellen Ladezustands – kurzzeitig bis zu 95 PS.

Der mit einer Konstant- Übersetzung versehene Antrieb sorgt für ausreichend flotte Fahrleistungen. Im Stadtgebiet, welches das bevorzugte Einsatzgebiet des batteriebetriebenen EAutos ist, fühlt sich der Stromer pudelwohl. Fuß aufs Fahrpedal, und der kleine Benz schnurrt unter leisem Surren los.

FLINK UND KOMFORTABEL
60 km/h sollen in flotten 5,5 Sekunden erreicht sein (zum Vergleich: MERCEDES BENZ A 170 mit 115 PS in 5,2 s), Tempo 100 in 14 Sekunden. Geht es allerdings raus aus der Stadt auf die Autobahn, lässt der Vorwärtsdrang spürbar nach. Auch aus Rücksicht auf einen möglichst großen Aktionsradius begrenzen die Stuttgarter die Höchstgeschwindigkeit zudem auf 150 km/h. Biegt man ab auf kurvigeres Geläuf, kommt die Sandwich-Bauweise erneut positiv zum Tragen.

Mit Hilfe der tiefen Einbaulage der schweren Akkus im Fahrzeugboden konnte der Schwerpunkt gesenkt werden. Und das merkt man. Die A-Klasse liegt satt auf der Straße und federt zudem wegen des im Vergleich zum MERCEDES BENZ A 170 um rund MERCEDES BENZ 300 Kilogramm höheren Leergewichts sehr manierlich. Auch der Kurvenwilligkeit kommt die Konzentration der Masse im unteren Fahrzeugbereich zugute. Der Wagen lenkt zackig ein und wirkt überraschend agil. Der Eindruck täuscht nicht, wie Jürgen Schenk bestätigt: „Für den E-Cell haben wir die Lenkung der A-Klasse um die Mittellage direkter ausgelegt.“

Dass Elektroautos nicht zwingend mit Verzicht einhergehen müssen und durchaus Fahrspaß bieten können, beweist die A-Klasse E-Cell nachdrücklich. Etwas fragend lässt einen nach der Ausfahrt jedoch die Tatsache zurück, dass 13 Jahre nach Einführung der ersten A-Klasse das Karosserie-Konzept mit der Elektro-Version voll aufgeht – und dennoch kurz vor dem Ende steht. Mercedes Benz ist zu wünschen, dass sie bald erneut ein Modell präsentieren, das seiner Zeit voraus ist wie die damals viel gescholtene A-Klasse.

Autos im Test
Mercedes A-Klasse E-Cell PS/KW 95/70
0-100 km/h in 14.00s,
Vorderrad, Konstant-Übersetzung
Spitze 150 km/h
Preis k. A.
mehr Artikel Technische Daten | Messwerte(Quelle)


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