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Kleinwagen-Kombis im Vergleichstest


Die Kombiversionen von Peugeot 207, Renault Clio und Seat Ibiza stemmen zwar keine Container, meistern aber die Logistikaufgaben des Alltags
Die Automobilindustrie lässt sich ständig revolutionär neue Fahrzeugkonzepte einfallen, um die vermeintlich große Bandbreite von Bedürfnissen jedes einzelnen Kunden abzudecken. Denn der dynamische Mensch von heute will angeblich morgens bequem zur Arbeit fahren, die kleinste Parklücke nutzen, abends beim freundlichen Möbelhaus aus Schweden die neue Couchgarnitur verstauen, am Wochenende samt Surfbrett und Mountainbike ins Grüne und im Urlaub schnell und sparsam das hunderte Kilometer entfernte Feriendomizil erreichen.

Doch der Kunde ist viel klüger und weiß, dass es Autos, die das alles gleich gut beherrschen, gar nicht gibt, und besinnt sich stattdessen auf klassische Fahrzeugsegmente – wie etwa den Kombi. Und hier gibt es geradezu eine Renaissance. Nachdem Peugeot seinem kleinen 207 wieder eine Kombivariante zur Seite gestellt hatte und auch Renault vor zwei Jahren aus dem RENAULT CLIO einen Kombi entwickelt hat, bringt jetzt die spanische VW-Tochter Seat solch einen kompakten Transporter – den neuen Ibiza ST.

Karosserie Auf den Vordersitzen des Peugeot 207 SW hat man den Eindruck, in einem Kompaktklasse-Auto zu sitzen. Dagegen merkt man, ohne dass es wirklich eng wäre, den beiden Konkurrenten deutlicher an, dass sie Kleinwagen sind. Das Platzangebot hinten liegt bei allen dreien auf vergleichbarem Niveau, nur hinter einem großgewachsenen Fahrer hapert es im Peugeot etwas an Kniefreiheit. Wichtiger für Leute, die sich für einen Kombi entscheiden, ist aber allemal die Ladekapazität. Und da legt in diesem Vergleich der Renault Clio Grandtour die Latte hoch. Bei voller Besetzung hat der Renault immerhin 439 Liter Kofferraum, und nach Umlegen der asymmetrisch geteilten Rücksitze stehen 1277 Liter zur Verfügung. Während der 207 SW beim maximalen Stauraum mit 1258 Litern fast gleichauf ist, muss man auf der Urlaubsreise mit der ganzen Familie Abstriche machen.

Da gibt es nur noch 337 Liter fürs kleine Gepäck. Umgekehrt verhält es sich beim Ibiza ST: Sein Gepäckabteil ist akzeptable 430 Liter groß. Ausladende Möbelstücke sollte man sich aber besser liefern lassen. Denn mit höchstens 1164 Litern gehört der Seat eher in die Kategorie Lifestyle-Kombi. Da fällt dann auch seine vergleichsweise bescheidene Zuladung von 443 Kilo (Peugeot 466 Kilo, Renault 475 Kilo) ebenso wenig ins Gewicht wie ein fehlendes Gepäcktrennnetz, das es für die beiden andern gegen Aufpreis gibt.

In Sachen Sicherheit ist inzwischen auch bei Kleinwagen ein sehr akzeptables Niveau erreicht. So haben etwa alle drei Konkurrenten serienmäßig ESP und einen Bremsassistenten. Und wer Kurvenlicht möchte, bekommt das immerhin bei Renault (Serie) und Seat. Wobei Letzterer das Ganze sogar mit optionalen Bi-Xenon-Scheinwerfern kombiniert.

karosserie Max.
PunkteSeat Ibiza ST 1.6 TDIRenault Clio Grandtour dCi 85 FAP Raumangebot vorn 1006260 Raumangebot hinten 1004242 Übersichtlichkeit 705758 Bedienung/ Funktion 1008482 Kofferraumvolumen 1003840 Variabilität 1003040 Zuladung/ Anhängelast 802631 Sicherheit 1507670 Qualität/ Verarbeitung 200134134 Kapitelbewertung 1000549557 Bewertung aller Fahrzeuge ansehen Autos im Test
Seat Ibiza ST 1.6 TDI PS/KW 90/66
0-100 km/h in 11.20s,
Vorderrad, RENAULT 5 Gang manuell
Spitze 178 km/h
Preis 18450 €
mehr Renault Clio Grandtour dCi 85 FAP PS/KW 86/63
0-100 km/h in 12.90s,
Vorderrad, RENAULT 6 Gang manuell
Spitze 174 km/h
Preis 18500 €
mehr Peugeot 207 SW HDi FAP 90 PS/KW 92/68
0-100 km/h in 13.60s,
Vorderrad, RENAULT 5 Gang manuell
Spitze 182 km/h
Preis 16400 €
mehr Einleitung | Karosserie Fahrkomfort | Motor & Getriebe Fahrdynamik | Umwelt & Kosten Fazit & Gesamtbewertung Aktuelle Themen Audi Motorsport: Alle Infos zum A4 DTM und R15 TDI Nissan Sportscar Battle: Wer sichert sich die Rennfahrer-Lizenz?(Quelle)


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