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Daimler legt Gewinnsprung hin


Daimler kann derzeit gar nicht so viele Autos bauen, wie verkauft werden könnten. In den Pkw-Werken gibt es wegen der brummendenNachfrage im Sommer und wohl auch im Winter keine Ferien

Stuttgart, 27. Juli 2011 Daimler-Chef Dieter Zetsche schraubt wegen der boomenden Autonachfrage die Erwartungen für 2011 nach oben und lässt in den Pkw-Werken im Sommer und wohl auch im Winter durcharbeiten. "Wir fahren noch nicht im höchsten Gang. Wir können noch mehr", sagte der Konzernlenker am Mittwoch in Stuttgart.

Daimler erwartet Rekordjahr"Mit unserem exzellenten ersten Halbjahr liegen wir voll auf Kurs, 2011 zu einem der erfolgreichsten Jahre unserer langen Unternehmensgeschichte zu machen." Er gehe davon aus, dass der operative Gewinn sich erfreulicher als erwartet entwickeln werde und den Vorjahreswert von 7,3 Milliarden Euro "sehr deutlich" übertreffen werde, sagte der Manager. Der Umsatz werde deutlich über 100 Milliarden Euro liegen (2010: 97,8 Mrd Euro). Daimler will mit 1,35 Millionen Autos der Marken Mercedes-Benz, Smart, AMG und Maybach 2011 so viele Pkw verkaufen wie nie zuvor (2010: 1,28 Mio).

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Bisher war Zetsche von einem Absatz von 1,3 Millionen Wagen ausgegangen. "Unser Unternehmen hat sich im zweiten Quartal bei Absatz, Umsatz und Ergebnis sehr dynamisch entwickelt", betonte Zetsche. Der Gewinn legte dabei deutlich stärker zu als der Umsatz. Die Erlöse stiegen auch aufgrund von Wechselkurseffekten um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 26,3 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis kletterte um 30 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Wegen der hohen Pkw-Verkäufe und der Erholung der Lkw-Märkte wuchs das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 23 Prozent auf 2,58 Milliarden Euro.

So viele Autos verkauft wie noch nieSowohl bei den Nutzfahrzeugen als auch in der Pkw-Sparte sei es im zweiten Quartal rund gelaufen, sagte Zetsche. Die Pkw-Werke der Daimler AG sind voll ausgelastet. "Die Produktion läuft auf Hochtouren. Mit Ausnahme der von Modellwechseln betroffenen Werke fahren wir durchweg Sonderschichten", sagte Zetsche. "Voraussichtlich werden wir sowohl den Sommer als auch den nächsten Winter durchproduzieren." Der Daimler-Chef sagte weiter: "Wir sind bei den Produktionskapazitäten kontinuierlich dabei, einzelne Flaschenhälse und Engpässe aufzubohren und die Kapazität innerhalb des gegebenen Rahmens weiter zu erhöhen".

Daimler hätte mehr verkaufen können, "wenn wir die Fahrzeuge hätten produzieren können. Sicherlich hätte eine weitere Steigerung des Absatzes auch zu einer weiteren Verbesserung des Ergebnisses geführt", erklärte der Manager. "Insofern werden wir natürlich für dieses Jahr soweit noch möglich und für die erwartete sehr positive Entwicklung in Zukunft weiter Kapazität installieren."

Bestseller: C-Klasse und SUVBesonders gut verkauften sich im zweiten Quartal die Geländewagen wie die Mercedes M-, R- und GLK-Klasse und die Mittelklassewagen der Mercedes C-Klasse. Daimler setzte 357.636 Autos ab – so viele wie nie zuvor in einem Vierteljahr. Der Umsatz wuchs um vier Prozent auf 14,6 Milliarden Euro. Der operative Gewinn legte um 14 Prozent auf den Rekordwert von 1,6 Milliarden Euro zu. Für das zweite Halbjahr rechnet Zetsche allerdings damit, dass das EBIT unter dem Wert der ersten sechs Monate (2,9 Mrd Euro) liegen könnte. Gründe seien eine ungünstige Wechselkursentwicklung, hohe Rohstoffkosten und der Start mehrerer neuer Autos, sagte der Manager.

Im Herbst kommt die neue Mercedes M-Klasse auf den Markt, im November die neue B-Klasse als erstes Modell der neu entwickelten Kompaktwagenfamilie. In der Lkw-Sparte rechnet Daimler höhere Ausgaben unter anderem für die Markteinführung des neuen Schwer-Lkw Actros ein. Anderseits werde der Absatz von Daimler-Trucks noch einmal kräftig zulegen. Zuletzt zeigten vor allem die Märkte in den USA, Westeuropa und hier speziell Deutschland wieder kräftig nach oben. Die Auftragsbücher sind Unternehmensangaben zufolge voll. Das EBIT werde im zweiten Halbjahr voraussichtlich den Wert von 889 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten übertreffen. An der Börse wurden die Zahlen unterschiedlich aufgenommen. Zur Eröffnung verloren die Papiere gut zwei Prozent und gehörten auch im weiteren Handelsverlauf zu den schwächeren Werten im Dax.
dpa

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